Historie

1954

Das Oberrheinische Sinfonieorchester, geleitet von Renatus Vogt, wurde im Sommer 1954 als „Orchester Oberrheinische Musikfreunde Lörrach“ aus Anlass des bevorstehenden 200. Geburtstags von Wolfgang Amadeus Mozart im Jahre 1956 gegründet. Mozarts unvergängliche Werke bildeten von Beginn der Orchesterarbeit an den Schwerpunkt der Konzertprogramme. Bereits am 2. April 1955 veranstaltete das Orchester, in dem sich Musiker und Musikliebhaber aus Lörrach, Müllheim sowie Musiker des Sinfonieorchesters Basel zusammen gefunden hatten, in der Stadthalle Lörrach sein erstes Konzert mit Werken von Mozart. Aufgeführt wurden die Ouvertüre zu „Die Zauberflöte“, das Violinkonzert Nr. 5 A-Dur (Solistin Verena Honigberger) und die große 39. Sinfonie in Es-Dur.

1959

Anfangs fehlten dem Orchester jegliche Unterstützungen aus öffentlichen Mitteln, sodass nach 10 Konzerten und 5 öffentlichen Anlässen im Frühling 1959 die Orchesterarbeit eingestellt werden musste.

1965

Im Herbst 1965 regte der damalige Oberbürgermeister Egon Hugenschmidt an, das kulturelle Leben der Stadt Lörrach wieder durch Sinfoniekonzerte des Orchesters zu bereichern.

So nahmen am 19. Januar 1966 die meisten der bisherigen Orchestermitglieder und weitere Musiker die ersten Proben in der neuen Aula des Hans-Thoma-Gymnasiums auf. Wiederum waren es Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, die das Programm eines an einem schönen Sommerabend im Juni 1966 gegebenen Serenadenkonzerts im Rosenfelspark bildeten.

Für die Kontinuität dieses Wirkens sorgte vor allem die virtuose Geigerin Verena Honigberger, die von Anfang an als Konzertmeisterin die Orchesterarbeit prägte, in zahlreichen Konzerten als Solistin brillierte und als erfolgreiche Violinlehrerin (auch an der Städtischen Musikschule Lörrach von 1974 bis 1997) zahlreiche talentierte Schüler und Schülerinnen für das Musizieren im Orchester gewann.

Gleichermaßen zählen seit langer Zeit Renate Ginz-Lang (Violine, seit 1955), Karlheinz Sturm (Viola, seit 1966), Harald Ritter (Violoncello, seit 1967) und Christa Schmidt-Bühler (Violine, seit 1972) zu den Stützen des Orchesters.

Eine große Bereicherung für die Konzerte des Orchesters bildet der Einsatz der hervorragender Streicher und Bläser des Basler Sinfonieorchesters. Gerne erinnert das Orchester auch an seine einstigen Mitglieder u.a. Maria Ostertag, Wilhelm Daniels, Prof. Attis Teichmanis, Otto Pickel, Georg Desteney, Manfred Reichelt für ihr unvergessliches Mitwirken.

1989

Am 15. Oktober 1989 fand die Gründung mit Aufnahme in das Vereinsregister als
Orchester Oberrheinische Musikfreunde Lörrach e.V.
statt. Franz Seubert, der damalige Direktor der Badische Gas AG (heute badenova), hatte als erster Vorsitzender die Vereinsgründung federführend initiiert. Nach dem allzu frühen Tod Franz Seuberts konnte 1991 Burkhard Pothmann als Vorsitzender des Vereins gewonnen werden.

2008

Anfang 2008 musste Renatus Vogt, der Gründer des Orchesters, aus gesundheitlichen Gründen sein Dirigat nach 54 Jahren aktiven Wirkens niederlegen.
Gleichzeitig beendete auch die Konzertmeisterin Verena Honigberger ihren großartigen Einsatz für das Orchester.

Verena Honigberger und Renatus Vogt wurden im Frühjahr 2008 zu den ersten Ehrenmitgliedern des Vereins ernannt.

Nach einer halbjährigen Dirigentenvakanz konnte ab Juli 2008 Rolf Schilli als Nachfolger
von Renatus Vogt gewonnen werden.
Gleichzeitig bringt sich Gerhard Indlekofer als Konzertmeister in die Orchesterarbeit ein.

2012

Ende 2011 mußte Rolf Schilli nach erfolgreicher Orchesterarbeit und beeindruckenden Konzerten leider die musikalische Leitung aufgrund weiterer beruflicher Verpflichtungen und Belastungen abgeben.

Da bei den Mitgliedern der Wunsch nach Weiterführung der Orchesterarbeit bestand, wurde nach eingehenden Überlegungen  seitens des Vorstandes beschlossen, sich um einen neuen, engagierten Orchesterleiter umzusehen.
Im Februar 2012 konnte dann Stephan Malluschke als Musikalischer Leiter gewonnen werden.

2013

Die vom Vorstand und künstlerischem Leiter gewünschte Namensänderung von „Orchester Oberrheinische Musikfreunde Lörrach e.V.“ zu „Oberrheinisches Sinfonieorchester Lörrach e.V.“ wurde in der Jahreshauptversammlung 2013 diskutiert und von der Mehrheit der Mitglieder gutgeheißen, sie wurde dann über das Registergericht umgesetzt.

 

Seit Bestehen hat das Orchester über 160 Sinfoniekonzerte aufgeführt und rund 60 öffentliche Anlässe musikalisch umrahmt. Außer den 25 Mozart-Akademien, Konzerten mit Werken von W. A. Mozart, veranstaltete das Orchester weitere Programmreihen, die sich den Werken von Franz Schubert, Carl Maria von Weber, Joseph Haydn, Felix Mendelssohn und anderen widmeten.

Schon viele Jahre (erstmals 1988) gibt das Orchester jeweils im Dezember ein Weihnachtskonzert, mit welchem von Dezember 2000 bis 2007 immer ein Gala-Konzertteil mit Werken von Johann Strauß verbunden war.

In den vergangenen Jahren bzw. Jahrzehnten präsentierte das Orchester seinem Publikum hervorragende international bekannte Solisten wie

Boris Goldstein, Violine
Joseph Bopp und
Charles-Joseph Bopp, Flöte
Atis Teichmanis, Violoncello
Ingo Goritzki, Oboe
Hansheinz Schneeberger, Violine
Hanno Müller-Brachmann, Baßbariton
Martin Ostertag, Violoncello
Arnold Schalker, Klavier
Wolfram Lorenzen, Klavier
Eckard Lorenzen, Violine
Katrin Rabus, Violine
Michael Jelden, Violine

und andere